Professionelle WLAN-Planung
Um einen sicheren und zuverlässigen Funkbetrieb bei den gegebenen räumlichen Bedingungen zu gewährleisten, ist bei der Planung komplexer Funknetze eine qualifizierte Beurteilung der Funkausbreitung notwendig.
Mit Hilfe der Funkmessung können Versorgungsreichweiten bestimmt werden, um eine optimale Positionierung der Accesspoints und Antennen zu ermitteln. Eine Vermessung des Frequenzspektrums zeigt potenzielle Störquellen auf und ermöglicht die Planung von Gegenmaßnahmen wie beispielsweise einer optimalen Frequenzwahl. Letztlich werden in einem Ergebnisprotokoll alle für den Funkbetrieb relevanten Parameter dargestellt und für die optimale Systemplanung genutzt.
Die Funkmessung umfasst:
Ermittlung der Funkreichweite:
Durch die Messung des Nutzsignalpegels werden Funkabschattungen erkannt und typische Funkreichweiten für die Einsatzumgebung ermittelt. Kritische Stellen bei der Funkversorgung werden so im Vorfeld erkannt und können bei der Funknetzplanung entsprechend berücksichtigt werden.
Messung der Verlustdatenrate:
Gleichzeitig mit der Pegelmessung wird die Verlustdatenrate am jeweiligen Messort ermittelt. Hiermit erhält man einen Überblick über die Güte der Datenübertragung im Betrieb.
Messung des Störspektrums:
Im Frequenzbereich von 2,4 bis 2,5 GHz, in dem Funk-LAN-Systeme arbeiten, wird das Spektrum aufgezeichnet. Durch Analyse des Spektrums lassen sich mögliche Störquellen erkennen. Deren Einfluss kann durch geeignete Maßnahmen minimiert beziehungsweise unterdrückt werden.
In der Praxis sind solch idealisierte Voraussetzungen allerdings selten gegeben. Vor allem die Bausubstanz ist oft nicht homogen genug. Forderungen nach Kapazität und Ausfallsicherheit, die entsprechende Redundanzen erfordern, erschweren die Funkplanung zusätzlich. Werden zudem Clients unterschiedlicher Bauart und damit unterschiedlicher Reichweite eingesetzt, kommt es bei der Planung der Zellen und Frequenzen unweigerlich zu Engpässen. Eine Wiederverwendung (Reuse) derselben Frequenz in einem räumlichen Bereich ist daher meist nicht zu verhindern. Darüber hinaus können die Installationsorte der Accesspoints oft nicht frei gewählt werden, weil die Anbindung an das LAN oder die Versorgung mit Strom nicht überall möglich ist.
Ein einzelner Accesspoint bildet in Gebäuden üblicherweise eine Funkzelle mit einem Radius von zehn bis 50 Meter bei einer maximalen Datenrate von 11 MBit/s aus. Die maßgeblichen Einflussgrößen für erzielbare Reichweiten sind sowohl die Sendeleistung des Accesspoints und der Clients als auch Antennengewinn und Signaldämpfung im Ausbreitungsweg.
Da die Sendeleistung jedoch nach ETS 300328 (European Telecommunication Standard) auf maximal 100 mW in einem Meter Abstand von der Antenne beschränkt ist, bleibt als maßgebliche Einflussgröße für den maximalen Radius einer Funkzelle die Dämpfung der Signale im Ausbreitungsweg. Diese Dämpfung wird durch die Anzahl der zu durchdringenden Wände und durch deren Bausubstanz bestimmt. Die Erfahrung zeigt, dass für die meisten modernen Bürogebäude mit einem Radius von zirka 20 Meter gerechnet werden kann. In Großraumbüros und in Lagerbeziehungsweise Produktionshallen lassen sich auch größere Reichweiten erzielen - bei maximaler Datenrate jedoch selten mehr als 50 Meter. In solchen Bereichen beeinträchtigen Hindernisse wie Trennwände, Regale, Büromöbel oder Maschinen die Ausbreitung.
Darüber hinaus existieren auch andere, meist bauliche Einflussgrößen, die Reichweiten positiv wie negativ beeinflussen. So ist beispielsweise in einem freien Flur eine deutlich grössere Reichweite zu erzielen, während ein Aufzugsschacht oder eine Brandschutztüre in aller Regel ein nicht zu überwindendes Hindernis für die Ausbreitung darstellt. Daraus folgt, dass sich Reichweiten von 50 Meter und mehr zwar punktuell, aber selten flächendeckend erzielen lassen.
In einer vorgegeben Gebäudestruktur kann die Größe einer Funkzelle nur noch durch Optimierung der verwendeten Antennen und ihrer Positionierung verbessert werden. Dabei ist jedoch auch den Antennen der Clients Rechnung zu tragen - diese fallen für Handheld-Geräte meist deutlich kleiner aus als beispielsweise für Terminals auf Gabelstaplern oder ortsfesten PCs. Einige Hersteller bieten aus diesem Grund für ihre Funk-LAN-Produkte optionale, externe Antennen an, die sich je nach Einsatz am Accesspoint oder am Client unterscheiden können. Solche Antennen verbessern entweder durch ihre Richtcharakteristik oder ihre exponierte Montage die Funkabdeckung.
In diesem Fall führt kein Weg an einer detaillierten Funkvermessung vorbei, in der alle Zellen exakt vermessen und bestimmt werden. Neben einer professionellen messtechnischen Durchführung, stellt ein breiter Erfahrungsschatz eine zusätzliche wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Planung dar. Der finanzielle Aufwand lohnt sich: Die Investition kompensiert sich mit den Einsparungen, die sich aus einer minder benötigten Anzahl an Komponenten wie Accesspoints, sonstigen Infrastrukturgeräten und Vermeidung von Nachinstallationen ergibt. Werden solche Arbeiten nicht qualifiziertem Personal überlassen, kann das aber sehr schnell in ein zeit- und kostenaufwendiges Trial-and-Error-Spiel münden.
Fazit:
Die Planung einer Funkinfrastruktur auf Basis einer guten Funkvermessung und die Ausreizung sämtlicher technischer Möglichkeiten zur Optimierung desselben bieten bei der Installation komplexer Funk-LANs ein beträchtliches Einsparpotenzial.
Gleichzeitig gewährleistet sie eine hohe Verfügbarkeit und Sicherheit bei guter Performance.
FTP-Client für CE Terminals
Für einen einfachen Datenaustausch über das WLAN eignet sich das FTP Protokoll.
Ein Client für CE ist hierbei nützlich: Download FTP-Client
 - click to Zoom
Verändern der Sicherheitseinstellungen des IE 6.0 unter CE 5.0
Der IE 6.0 unter CE 5.0 bietet erheblich mehr Möglichkeiten bei den Sicherheitseinstellungen, ähnlich der Version unter XP. Dabei können den verschiedenen Bereichen unterschiedliche Profile zugeordnet werden. Etwas unklar ist jedoch wie ein Wert ausgewählt werden kann, da mittels des Touch nur der Eintrag markiert, jedoch nicht aktiviert wird:
Zum Aktivieren muss die "SPACE" Taste betätigt werden.
|